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Wilaya Türkei

H.  28 Shawwal 1440 No: 1440/15
M.  Montag, 01 Juli 2019

Presseverlautbarung

Die Angriffskampagne gegen syrische Muslime ist inakzeptabel!

(Übersetzt)

Vorwürfe der sexuellen Belästigung eines minderjährigen Mädchens durch einen minderjährigen syrischen Immigrantenjungen führten am 29. Juni 2019 in Küçükçekmece in Istanbul zu tragischen Ereignissen. Basierend auf diesen unbegründeten Behauptungen, die in den sozialen Medien verbreitet wurden, griff eine Gruppe junger Menschen in der Region unschuldige syrische Studenten mit Messern an und durchsuchte syrische Arbeitsplätze in der Umgebung. Der Sprecher der Stadt Istanbul ließ in seiner Erklärung verlauten, dass die Vorwürfe falsch seien und Rechtsverfahren gegen die Beteiligten an diesen Ereignissen eingeleitet wurden.

In einigen türkischen Städten, vor allem aber in Istanbul nahm die Zahl der Angriffe zu. Die Feindseligkeit gegenüber Syrern im Allgemeinen begann in Übergriffen und Hetze auszuufern. Die Äußerungen nationalistischer und säkularer Politiker verschärfen die Situation weiter. Sie schüren Unruhen und motivieren Einzelpersonen zur Verantwortungslosigkeit. In ihren Aussagen verallgemeinern sie und machen alle Migranten gleichermaßen für das Verbrechen eines Einzelnen verantwortlich. Diese Mentalität führt auch zu der Behauptung, dass die Wirtschaftskrise, in der sich die Türkei derzeit befindet, von den Syrern verursacht wird. Diese Hass- und Unheilsreden aus den Mündern jener, die diese Mentalität vertreten, zeigt, dass sie sich mit den Immigranten nicht brüderlich verbunden fühlen, so wie es der Islam uns eigentlich gelehrt hat. Sie wissen sehr wohl, dass sexuelle Belästigungen und allerlei abscheuliche Übergriffe in der Türkei bereits stattfanden, bevor syrisch-muslimische Immigranten in die Türkei einwanderten. Derartige Hassrede und Feindseligkeit ist ursprünglich ein Ausdruck der Missgunst und des Hasses auf den Islam und die Muslime. Der Schlächter Baschar al-Assad vertreibt unsere syrischen Brüder und Schwestern und beraubt sie ihrer Besitztümer, nur aufgrund der Tatsache, dass sie Muslime sind. Jedoch zeigt das Verhalten der Säkularisten und Nationalisten in der Türkei, dass sie die gleiche Mentalität haben. Diese abscheuliche Art und Weise präsentieren sie ohne einen Funken Zurückhaltung und ohne jegliche Scham.

Wenn dies die Haltung derjenigen ist, die dem Islam und den Muslimen gegenüber feindlich gesinnt sind, was sagen wir dann erst gegenüber der regierenden Partei, und jenen, die Machtpositionen innehaben und die regierende Partei vertreten!? Sie streben neuerdings eine Stärkung des Nationalismus an und distanzieren sich von ebenjener Haltung, die eigentlich erforderlich wäre. Statt sich klar und deutlich gegenüber unseren Feinden zu positionieren, schweigen sie über deren Gräueltaten. Was ist mit denjenigen, die sich zu Zeiten des Höhepunkts der syrischen Revolution als Geschwister und Unterstützer der Syrer betrachtet haben und jetzt damit drohen, die Syrer auszuweisen? Tragen diese eine Verantwortung in Hinblick auf die Hetzkampagne und die Angriffe auf unsere Geschwister? Spielt deren Niederlage bei den Wahlen in Istanbul eine Rolle in Hinblick auf ihr Schweigen? Die Wahrheit ist, dass die Politik der türkischen Regierung bei der Syrienfrage – welche in Übereinstimmung mit der amerikanischen Politik verläuft – zu Enttäuschung und Misserfolg geführt hat. Man ist mit den Einwanderungswellen aus Syrien nicht umgegangen, wie ein Muslim eigentlich damit umgehen sollte. Die türkische Gesellschaft wurde ihrer islamischen Werte und ihrer muslimischen Geschwisterlichkeit beraubt. Es ist normal, dass es in einem Volk Kriminelle gibt, und, dass Verbrechen geschehen. Eine Familie oder ein ganzes Volk jedoch für die Straftat einer Einzelperson verantwortlich zu machen, steht im diametralen Widerspruch zu Begriffen wie Gerechtigkeit, Wahrheit und Fairness. Die Regentschaft mit dem Islam wird leider als fern von Gerechtigkeit und Menschlichkeit betrachtet. Diese Gesellschaft, über die die Systeme des Unglaubens (kufr) Anwendung finden, hat sich im Grunde genommen in einen Sumpf verwandelt, in dem Bestechung und Korruption vorherrschen. Anomalien und Verirrungen breiten sich in ihr aus. Wenn jedoch der Säkularismus und das momentan vorherrschende korrupte System mitsamt ihren Wurzeln verschwinden, wird dies – mit der Erlaubnis Allahs (t) – eine umfassende Veränderung nach sich ziehen.

﴿وَالَّذ۪ينَ تَبَوَّؤُ الدَّارَ وَالْا۪يمَانَ مِنْ قَبْلِهِمْ يُحِبُّونَ مَنْ هَاجَرَ اِلَيْهِمْ

Und diejenigen, die in der Wohnstätte und im Glauben vor ihnen zu Hause waren, lieben (all die,) wer zu ihnen ausgewandert ist (59:9)

Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Türkei

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